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A
usbildung: Ein Lernberuf im eigentlichen Sinne ist Hundefrisör nicht. Es gibt allerdings beim Ausbildungsberuf Tierpfleger den Schwerpunkt Hundefrisör.


B
eißen ist nicht lustig - und kommt zum Glück nur selten vor. Fast jeder Hundefrisör hat schon Erfahrungen mit dem Gebiss eines seiner Kunden gemacht. Vorbeugen hilft: Das Tier sollte Badewanne, Kamm, Schere und Föhn schon vom Besitzer kennen - und als angenehm empfinden. Wenn's gar nicht anders geht, bekommt Bello einen Maulkorb auf.


C
ape, Mäntelchen, Regenschühchen: All das ist im Normalfall nicht nötig und den meisten Tieren auch lästig. Hunde, die so gezüchtet sind, dass sie kaum oder kein Fell haben - zum Beispiel der Nackthund -müssen oft allein wegen der Sonnenbestrahlung Mäntelchen tragen - auch Tiere können nämlich einen Sonnenbrand bekommen. Hilfreich können manche Kleidungsstücke auch bei alten oder kranken Tieren sein, zum Beispiel um die Nierenpartie zu schützen.


F
ilz darf nicht sein. Wenn das Fell verfilzt oder verklettet ist, muss schleunigst etwas passieren, denn die Haut darunter kann sich entzünden oder Ekzeme bekommen. Heikle Stellen sind immer wieder die Bereiche unter den Läufen (die „Achselhöhlen") sowie um die Geschlechtsteile beim Rüden und im Halsband-Bereich.


K
osten: Billig ist der Besuch beim Hundefrisör nicht. Dabei sind die Kosten keineswegs nur von der Größe des Hundes abhängig, sondern auch davon, wie pflegeintensiv das Tier ist und was gemacht werden muss. Die Kosten reichen etwa von 40 ? bis über 80 ?


L
anges oder kurzes Fell? Natürlich ist langes Fell pflegeintensiver. Allerdings haaren auch kurzfellige Hunde gewaltig -und sie wälzen sich ebenso gern in unappetitlichen, stinkenden Sachen wie ihre Kollegen mit langem Zottelfell. Es gilt also: Gepflegt werden müssen sie alle. Wie viel Aufwand betrieben werden muss, sollte man vor Kauf eines Hundes - und einer Katze -genau herausfinden. Man kann sich nur ärgern über Züchter, die - bloß weil sie verkaufen wollen - behaupten, ein Hund wie zum Beispiel der Tibet-Terrier sei „gaaaanz pflegeleicht": Das sei absoluter Unsinn: „Wenn du hinten fertig bist mit bürsten, ist er vorn schon wieder verklettet."


M
assage: Bürsten tut jedem Tier gut ,weil es zugleich massiert. Auf die Wahl der Bürste kommt es an - und wie sie eingesetzt wird. Nicht mit Macht durchs verfilzte Fell reißen - das tut weh. Ein Hund sollte jeden Tag einmal grob gekämmt werden, mindestens einmal pro Woche jedoch gründlich. Das dauert etwa anderthalb Stunden - ist aber wichtig.


P
flegemittel: Bitte nicht nach menschlichem Geruchs- und Schönheitsempfinden aussuchen. Shampoos dürfen nicht parfümiert sein; ideal sind hautverträglich oder sogar antiallergene Mittel. Haarspray; muss wirklich nicht sein, kein Hund würde sich freiwillig eine Elvis-Tolle oder einem Riesendutt aussuchen, der mit Spray fixier werden muss.


S
chneiden, scheren oder zupfen? Das richtet sich nach Fell und Rasse. Die meisten Mischlinge und Hunde mit langem Fell werden geschoren. Schnauzer und fas alle Terrier werden gezupft: Das ist wichtig damit sich die alte Unterwolle löst und die Haut gut atmen kann, Yorkshireterrier und ähnliche Tiere werden geschnitten.


U
ngeziefer kommt nun mal vor. Während man Flöhe mit einem guten Pflegezustand von Hund und (!) Umgebung sowie mit vorbeugenden Mitteln gut abwehren kann, ist gegen Zecken kaum ein Kraut gewachsen .Wenn sie nicht zum Tierarzt gehen und Frontline einsetzen wollen hilft nur: Nach jedem Spaziergang den Hund von Kopf bis Fuß absuchen und die Zecken mit einer Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange abnehmen. Je länger und ungepflegter das Fell, desto schwerer sind Parasiten zu erkennen.


W
ie oft zum Frisör? Auf jeden Fall rechtzeitig dran denken, einen Termin zu machen: Gerade mit den ersten warmen Tagen wird die Warteliste lang, manchmal sind die Salons auf Wochen (!) ausgebucht. Die Häufigkeit der Besuche beim Hundefrisör richten sich nach Fell und Rasse. Pudel zum Beispiel, sollten mit einem Vierteljahr zum ersten Mal zum Frisör; ein gut gepflegter Pudel kommt dann alle vier bis spätestens sechs Wochen in den Salon. Dabei werden Tiere immer auch gebadet


Z
eitaufwändig ist die Pflege eines Tieres immer. Am kompliziertesten ist der Cockerspaniel: Der ist sehr zeitintensiv und der optimale Pflegezustand ist schwer zu halten".